|
Die Jägertruppe hatte den Auftrag, der eigenen Armee voraus aufzuklären und im gezielten Schuss vor allem Offiziere, aber auch Kanoniere gefechtsunfähig zu machen und so die Gefechtskraft gegnerischer Armeen herabzusetzen. Dazu wurde der Drill der für die Linientruppen galt, weniger streng angewendet. Bei den Jägern stand nicht das möglichst automatisierte Ausführen von Schiess- und Ladeabläufen in dichter Formation und ein Aufmarschieren in geschlossener Gefechtskolonne im Mittelpunkt, sondern das selbständige Ausnutzen des Geländes und der gezielte Schuss auf ausgewählte Ziele. Die Jäger sollten in lockerer Aufstellung und kleineren Einheiten operieren, die weniger stark an geschlossenen Formationen gebunden waren, dafür aber insbesondere bewachsenes und durchschnittenes Gelände sowie Deckung besser ausnutzten. So stand naturgemäss der geziehlte scharfe Schuss im Vordergrund der Ausbildung und es wurde häufig auf Zielscheiben geübt, was es zu dieser Zeit bei der Infanterie nicht oder kaum gab.
|