IG LützowerFreikorps 1813 e.V.

Das Lützow'sche Freicorps

Napoleon scheint unbesiegbar - die nationale Erbitterung in deutschen Landen wächst. Trotz seiner Niederlage in Russland 1812 scheint Napoleons Kraft ungebrochen. 60.000 Franzosen lagern nach dem Rückzug von Russland an den Ufern der Saale.

1813 erhält der preußische Major Adolf von Lützow die Erlaubnis, ein Freicorps aufzustellen. Die Reihen füllen sich bald mit begeisterten jungen Männern aus den Hörsälen. Corpsstudenten und Landsmannschafter, hauptsächlich aus Jena, Halle, Breslau und Göttingen, aber auch aus Wien. Aus Tirol stößt eine 268 Mann starke Scharfschützenkompanie zu Lützow.

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Die "Schwarze Schar", benannt nach ihren schwarzen Waffenröcken mit roten Aufschlägen und goldenen Knöpfen (man beachte die Farben!) schneidet den Franzosen an der Saale die Versorgung ab. Das Blatt beginnt sich zu wenden.Österreich erklärt Frankreich den Krieg, England und Schweden schließen sich an. 1813 wird Napoleon in der Völkerschlacht von Leipzig geschlagen. Er entkommt über den Rhein, der Rheinbund zerfällt. Napoleon dankt 1814 ab.

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In Deutschland macht sich trotzdem Verbitterung breit, denn im folgenden Frieden von Paris behält Frankreich einige ehemals deutsche Gebiete, muss keine Kriegsentschädigung zahlen und geraubte Kunstgegenstände nicht zurückgeben.

Die Studenten kehren an ihre Studienorte zurück. Angeregt durch die "Reden an die Deutsche Nation" des Philosophen Fichte bauen der Lützower Jäger Theodor Körner, der Dichter Ernst Moritz Arndt und Turnvater Jahn den Volksgedanken aus. Sie setzen Nation statt Landesherrschaft, Volksgemeinschaft statt Standesunterschiede. Die Erhebung gegen Napoleon soll nicht Endziel sondern Kristallisationspunkt für eine innenpolitische und sittliche Erneuerung ganz Deutschlands sein.

Trotz weniger entscheidender militärischer Erfolge ist der Ruhm des Lützow'schen Freicorps groß und seine Bedeutung für die Geschichte der Korporationen wird noch festzustellen sein

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