IG LützowerFreikorps 1813 e.V.

Die Tiroler Jäger

Tiroler Jäger 1807 bei der Rast

Als erste stehende Truppe Tirols muss man das 1703 aus Tirolern errichtete Tiroler Landbataillon ansehen. Dieses wurde 1745 durch das Tiroler Feld- und Landregiment ersetzt, welches den Rang und das Vorrecht eines kaiserlichen Regiments erhielt und unter der Stammnummer 46 geführt wurde. Bedingt durch die politischen Verhältnisse während der Napoleonischen , stellte man das Regiment 1801 auf Dauer in das (damals noch) österreichische Venetien ab, wodurch es seinen ursprünglichen Namen verlor.

Als Nachfolger in Tirol errichtete man aus einem Tiroler Jägerkorps und dem Bataillon der Kurzschen Jäger das Tiroler Jäger-Regiment Nr. 64. Nachdem Tirol an Bayern gefallen war, wurde der Namen Tiroler Jäger zurückgezogen und in die Vakanz gestellt. Nach Rückkehr Tirols zu Österreich begann man unverzüglich mit der Neuaufstellung eines Tiroler Jägerkorps, das zunächst aus einem Bataillon bestand, später aber auf drei Bataillone erweitert wurde. Inhaber des Korps wurde Feldmarschallleutnant Franz Phillip Fenner von Fenneberg (1762-1824), wovon sich auch die zeitweilige Bezeichnung Fennerjäger ableitete.

Im Frühjahr 1815 ordnete Kaiser Franz I. die Errichtung eines Kaiser-Jäger-Regiments zu vier Bataillonen und 16 Kompanien an. Mit dem 16. Januar 1816 begann die Aufstellung dieses Regiments.

Die Soldaten dieses Regimentes in der Stärke von 5.000 rekrutierten sich durch die Konskription - bis zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1868 wurde die Stellung durch Los bestimmt -, weiterhin durch die Übernahme von 1.400 Mann aus dem ehemaligen Fennerjägerkorps und von 600 Tiroler Soldaten, welche nach Ende der Napoleonischen Kriege wieder in die Heimat zurückkehrten. Betrug die Dienstzeit anfangs 12 Jahre, verringerte sich diese später über 8 auf 6 Jahre, wobei die Bezahlung der Soldaten angemessen war.

Feldmarschalleutnant Franz-Fenner von Fennberg mit seinem Stab 1815

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